Die meisten Shopify-Shops haben nicht ein großes Problem, sondern ein Dutzend kleine: eine deinstallierte App, deren Code noch lädt, ein Hero-Bild, das zuletzt erscheint, Produktseiten, die Google nicht richtig lesen kann, oder ein Kauf-Tracking, das im August still aufgehört hat. Jedes kostet ein wenig. Zusammen kosten sie viel.
Das ist die Checkliste, mit der unsere Entwickler Shopify-Shops prüfen. Sie umfasst 22 Prüfungen in sechs Gruppen, jeweils mit dem, worauf Sie achten sollten, warum es wichtig ist und wie Sie es beheben. Sie können sie von Hand durchgehen oder unseren kostenlosen Shopify-Audit nutzen: Er prüft Ihre öffentlichen Seiten automatisch und erklärt die drei Probleme, die Sie am meisten kosten.
So nutzen Sie die Checkliste
Beginnen Sie oben. Tracking und Plattform-Fristen kommen zuerst, weil sie Dinge komplett kaputt machen: Wenn Käufe nicht bei Ihren Werbeplattformen ankommen, wird jede andere Optimierung falsch gemessen. Danach folgen Ladezeit und SEO, dann Conversion und Barrierefreiheit.
Sie brauchen:
- Startseite, eine Kollektionsseite und eine Produktseite Ihres Shops in Chrome.
- PageSpeed Insights für Ladezeitdaten echter Besucher (der Core-Web-Vitals-Bericht oben).
- Zugriff auf Einstellungen > Kundenereignisse und Onlineshop > Einstellungen in Ihrem Shopify-Admin.
Tracking: 1 Prüfung
1. Käufe werden über Customer-Events-Pixel erfasst
Seit dem 26. August 2026 läuft Code auf der Danke-Seite und der Bestellstatusseite in allen Tarifen nur noch über Customer-Events-Pixel. Tags im Theme, Google-Tag-Manager-Container in theme.liquid und alte zusätzliche Skripte sehen keine Käufe mehr.
So prüfen Sie es: Öffnen Sie Einstellungen > Kundenereignisse. Für jede Werbeplattform (Google & YouTube, Meta, TikTok) sollte ein App-Pixel oder ein eigenes Pixel verbunden sein. Lösen Sie dann mit geöffnetem Pixel Helper eine Testbestellung aus und prüfen Sie, ob ein checkout_completed-Ereignis ausgelöst wird.
So beheben Sie es: Verbinden Sie die offiziellen Vertriebskanal-Apps oder legen Sie ein eigenes Pixel an. Unser Leitfaden zum Tracking auf der Danke-Seite zeigt jeden Schritt.
Plattform-Fristen: 2 Prüfungen
2. Keine App-Script-Tags
Apps haben früher JavaScript über Shopifys Script-Tag-API in Storefronts geladen. Apps können keine Script-Tags mehr anlegen oder ändern, und bestehende laufen ab dem 1. März 2027 nicht mehr. Was diese Scripts tun (Bewertungen, Upsells, Chat, Größentabellen), verschwindet dann aus Ihrer Storefront.
So prüfen Sie es: Öffnen Sie den Seitenquelltext Ihrer Startseite und suchen Sie nach asyncLoad. Die dort aufgeführten URLs sind Script-Tags. Unser kostenloser Shopify Tracking Checker (Englisch) listet sie für Sie auf.
So beheben Sie es: Fragen Sie die Entwickler jeder App, ob sie auf eine Theme-App-Extension umgestellt haben. Wenn nicht, ersetzen Sie die App.
3. Das Theme unterstützt Online Store 2.0
Vintage-Themes wie Debut, Brooklyn, Narrative, Venture, Simple, Supply, Boundless und Minimal stammen aus der Zeit vor Online Store 2.0 (2021). Sie unterstützen keine App-Blöcke und keine Abschnitte auf jeder Seite, deshalb fügen Apps Code ein, und sie bekommen keine neuen Funktionen mehr.
So beheben Sie es: Planen Sie den Umstieg auf ein aktuelles Theme. Das ist ein guter Zeitpunkt, um nicht mehr benötigte Apps zu entfernen.
Ladezeit: 7 Prüfungen
Google misst die Ladezeit mit drei Core Web Vitals: Largest Contentful Paint (gut: höchstens 2,5 Sekunden), Interaction to Next Paint (gut: höchstens 200 ms) und Cumulative Layout Shift (gut: höchstens 0,1). Diese Prüfungen decken die häufigsten Ursachen ab.
4. Eine vertretbare Zahl an Apps lädt Code
Zählen Sie die Drittanbieter-Domains, die Scripts auf Ihrer Startseite laden, plus die Apps, die über Theme-App-Extensions laden. Ab zehn lohnt sich ein genauer Blick, wir finden regelmäßig 20 und mehr. Jede konkurriert mit Ihrem Theme um den Browser, und deinstallierte Apps hinterlassen oft Code in theme.liquid oder in Snippets.
5. Keine blockierenden Scripts im Head
Ein <script src> im <head> ohne async oder defer muss geladen und ausgeführt werden, bevor der Browser etwas anzeigt. Ab drei solchen Scripts entsteht auf dem Smartphone meist eine sichtbare Verzögerung. Ergänzen Sie defer oder laden Sie die Scripts über ein App-Embed.
6. Das Hero-Bild wird nicht verzögert geladen
loading="lazy" ist richtig für Bilder weiter unten und falsch für das erste große Bild, das meist Ihr LCP-Element ist. Setzen Sie es auf loading="eager" mit fetchpriority="high".
7. Der Server antwortet schnell
Shopifys Server sind schnell. Eine langsame erste Antwort kommt deshalb meist aus dem Theme: aufwendige Liquid-Schleifen, viele Abschnitte oder Apps, die serverseitig rendern. Analysieren Sie das mit dem Shopify Theme Inspector für Chrome.
8. Das HTML der Startseite hat eine vernünftige Größe
Wenn schon das HTML über etwa 650 KB wiegt, suchen Sie nach eingebettetem JSON, doppelten Mega-Menüs und versteckten Abschnitten.
9. Bilder haben Breite und Höhe
Ohne Maße kann der Browser keinen Platz reservieren, das Layout springt beim Laden. Shopifys Filter image_tag setzt Breite und Höhe automatisch.
10. Kein veraltetes jQuery
Moderne Themes brauchen kein jQuery. Wenn es noch lädt, suchen Sie den alten Theme-Code oder die App, die davon abhängt.
SEO: 8 Prüfungen
11. Produktseiten haben strukturierte Product-Daten
Diese Prüfung fällt bei älteren und stark angepassten Themes am häufigsten durch. Ohne JSON-LD vom Typ Product (oder ProductGroup) kann Google weder Preis noch Verfügbarkeit noch Bewertungssterne zeigen, und Ihre Produkte landen schwerer in den kostenlosen Google-Shopping-Einträgen. Shopifys Filter structured_data erzeugt es mit einer Zeile. Testen Sie mit Googles Test für Rich-Suchergebnisse.
12. Produktlinks nutzen die kanonische URL
Viele Themes verlinken Produkte als /collections/schuhe/products/runner. Shopify setzt die kanonische URL auf /products/runner, aber Ihre internen Links schicken Google trotzdem zu Tausenden doppelten URLs. Entfernen Sie within: collection aus den Produktlinks.
13. Produktbilder haben Alt-Text
Alt-Text hilft der Google-Bildersuche und Screenreader-Nutzern. Ergänzen Sie ihn in den Medien jedes Produkts.
14. Die Startseite hat eine Meta-Beschreibung
Ohne sie schreibt Google ein eigenes Snippet. Zielen Sie auf 120 bis 160 Zeichen, die sagen, was Sie verkaufen und warum bei Ihnen.
15. Der Titel der Startseite hat die richtige Länge
Google zeigt etwa 60 Zeichen. Marke plus Sortiment reicht meistens.
16. Eine H1 auf der Startseite
Themes machen oft Logo, Hero-Überschrift und einen Abschnittstitel zu H1. Behalten Sie eine.
17. Ein Vorschaubild zum Teilen ist gesetzt
Ohne og:image sehen Links zu Ihrem Shop auf WhatsApp, LinkedIn und Facebook leer aus. Legen Sie eines unter Onlineshop > Einstellungen fest.
18. Keine unsicheren http://-Bilder
Alte, in Beschreibungen eingefügte Bilder laden mitunter noch über http://. Browser blockieren sie womöglich.
Conversion: 3 Prüfungen
19. Produktseiten zeigen Bewertungen
Bewertungen sind das stärkste Vertrauenssignal auf einer Produktseite und bringen Sterne in die Suchergebnisse. Wenn Sie keine haben, installieren Sie eine Bewertungs-App und bitten Sie nach der Lieferung um eine Bewertung.
20. Produkte haben echte Beschreibungen
Wenn ein Drittel Ihrer Produkte oder mehr weniger als etwa 150 Zeichen Beschreibung hat, beginnen Sie mit den Bestsellern: Vorteile, technische Daten, Größen und Pflege.
21. Die meisten Produkte sind verfügbar
Wenn ein Viertel des Sortiments ausverkauft ist, landen Kunden ständig auf Produkten, die sie nicht kaufen können. Sortieren Sie ausverkaufte Artikel ans Ende der Kollektionen, bieten Sie Benachrichtigungen bei Wiederverfügbarkeit an oder blenden Sie Auslaufartikel aus.
Barrierefreiheit: 1 Prüfung
22. Bilder auf der Startseite haben alt-Attribute
Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), die Umsetzung des European Accessibility Act, für viele Onlineshops, die an Verbraucher verkaufen. Fehlende alt-Attribute sind das am leichtesten zu findende und zu behebende Problem. Dekorative Bilder sollten alt="" haben.
So priorisieren Sie die Ergebnisse
| Gruppe | Typische Auswirkung | Typischer Aufwand |
|---|---|---|
| Tracking | Hoch: Werbeplattformen optimieren auf falsche Daten | Gering bis mittel |
| Plattform-Fristen | Hoch: Funktionen fallen zu einem festen Datum aus | Mittel |
| Ladezeit | Mittel bis hoch, vor allem mobil | Gering (Lazy Loading, defer) bis hoch (App-Bereinigung, Theme-Wechsel) |
| SEO | Mittel, wirkt über Monate | Gering bis mittel |
| Conversion | Mittel | Laufende Content-Arbeit |
| Barrierefreiheit | Rechtliches Risiko in der EU, bessere UX für alle | Gering |
Beheben Sie zuerst alles, was die Messung verfälscht, dann die schnellen Erfolge (Lazy Loading, defer, Alt-Texte, Meta-Beschreibung) und danach die größeren Aufgaben (App-Bereinigung, strukturierte Daten, Theme-Migration).
Wann Sie einen Entwickler brauchen
Die meisten SEO- und Content-Punkte sind Arbeit im Admin. Tracking, Script-Tags, blockierender Code, strukturierte Daten und Theme-Migrationen erfordern meist Änderungen am Theme-Code. Wenn Sie Unterstützung möchten: Unser Team für Shopify-SEO behebt solche Probleme jede Woche. Starten Sie mit dem kostenlosen Audit, um zu sehen, wo Ihr Shop steht.


