Kurz gesagt: Ja – aber nicht mehr so wie noch vor ein paar Jahren. Die Bearbeitung von checkout.liquid wird für die Schritte Information, Versand und Zahlung nicht mehr unterstützt, und die letzten skriptbasierten Anpassungen auf der Danke- und Bestellstatusseite wurden 2025 (Shopify Plus) bzw. 2026 (alle anderen Tarife) abgeschaltet. Heute passen Sie den Checkout über den Checkout- und Kontoeditor, Apps mit Checkout-UI-Erweiterungen, Shopify Functions und Pixel an. Was möglich ist, hängt stark von Ihrem Tarif ab.
Was in jedem Tarif möglich ist (ab Basic)
- Branding. Im Checkout- und Kontoeditor fügen Sie Ihr Logo hinzu, legen eine Hintergrundfarbe oder ein Hintergrundbild fest und ändern Farben und Schriften auf Checkout, Danke- und Bestellstatusseite.
- Inhalte auf der Danke- und Bestellstatusseite. Apps können dort in allen Tarifen Blöcke einfügen: Umfragen, Hinweise, Produktempfehlungen, Lieferinformationen. Mit Shopifys eigener App Checkout Blocks können auch Shops ohne Plus statische und dynamische Inhaltsblöcke auf diesen beiden Seiten platzieren.
- Rabatt-, Versand- und Zahlungsregeln über App-Store-Apps. Öffentliche Apps auf Basis von Shopify Functions funktionieren in jedem Tarif. Auch ein Basic-Shop kann also eine Zahlungsart ausblenden, eine Versandoption umbenennen oder Staffelrabatte anbieten – über eine App aus dem App Store.
- Angebote nach dem Kauf. Apps können nach der Zahlung und vor der Bestellbestätigung ein Upsell-Angebot oder eine Umfrage zeigen. Das ist in allen Tarifen außer Shopify Starter verfügbar.
- Tracking. Conversion-Tracking läuft über App-Pixel und benutzerdefinierte Pixel unter Einstellungen > Kundenereignisse – siehe unseren Leitfaden zur Umstellung der Danke-Seite am 26. August.
Was Shopify Plus voraussetzt
- Alles innerhalb der Schritte Information, Versand und Zahlung. Apps und Blöcke, die dort Inhalte oder Felder ergänzen – etwa eine Liefernotiz, ein Feld für die Bestellnummer, ein Upsell im Checkout, ein Vertrauens-Banner oder eine Geschenknachricht –, sind Plus vorbehalten.
- Die Checkout Branding API für programmatisches, feineres Styling über die Einstellungen des Editors hinaus.
- Eigene Functions in einer individuellen App. Individuelle Apps mit Function-APIs funktionieren nur in Plus-Shops. In anderen Tarifen muss Rabatt-, Versand-, Zahlungs- und Validierungslogik aus einer öffentlichen App kommen.
- Der volle Funktionsumfang von Checkout Blocks: eigene Felder, eigene Rabatte, Ausblenden oder Umsortieren von Versand- und Zahlungsarten sowie Adressvalidierung.
Jeder Tarif vs. Shopify Plus im Überblick
| Was Sie ändern möchten | Basic, Grow, Advanced | Shopify Plus |
|---|---|---|
| Logo, Farben und Schriften im Checkout- und Kontoeditor | Ja | Ja |
| Feineres Styling mit der Checkout Branding API | Nein | Ja |
| App-Blöcke auf Danke- und Bestellstatusseite | Ja | Ja |
| App-Blöcke oder Felder in den Schritten Information, Versand, Zahlung | Nein | Ja |
| Rabatt-, Versand- und Zahlungsregeln aus öffentlichen App-Store-Apps (Functions) | Ja | Ja |
| Eigene Functions in einer individuellen App | Nein | Ja |
| Angebote nach dem Kauf | Ja | Ja |
| App-Pixel und benutzerdefinierte Pixel | Ja | Ja |
checkout.liquid und Shopify Scripts | Laufen nicht mehr | Laufen nicht mehr |
Shopify Scripts sind seit dem 30. Juni 2026 abgeschaltet: was sie ersetzt
Shopify Scripts waren die Ruby-basierten Anpassungen aus dem Script Editor, mit denen Plus-Shops Logik für Artikel, Versand und Zahlung umgesetzt haben. Seit dem 15. April 2026 lassen sich Scripts nicht mehr bearbeiten oder neu veröffentlichen, und seit dem 30. Juni 2026 laufen keine Scripts mehr. Waren in einem Plus-Shop an diesem Tag noch Scripts aktiv, greifen die damit gesteuerten Rabatte, ausgeblendeten Versandarten oder Zahlungsregeln im Checkout einfach nicht mehr, ohne dass Kunden eine Fehlermeldung sehen.
Für jeden Script-Typ gibt es einen Ersatz in Shopify Functions:
| Script-Typ | Wofür er genutzt wurde | Ersatz in Shopify Functions |
|---|---|---|
| Line-Item-Scripts | Staffelpreise, BOGO, Bundles, Warenkorbregeln | Discount Function API, Cart Transform API, Cart and Checkout Validation API |
| Versand-Scripts | Versandarten ausblenden, umbenennen, sortieren, rabattieren | Delivery Customization API, dazu eine Rabatt-Function für Versandrabatte |
| Zahlungs-Scripts | Zahlungsarten ausblenden, umbenennen, sortieren | Payment Customization API |
Der Scripts-Anpassungsbericht im Shopify-Admin zeigt, welche alten Scripts sich durch eine öffentliche App ersetzen lassen und welche eine eigene Function brauchen. Öffentliche Apps mit Functions funktionieren in jedem Tarif, individuelle Apps mit eigenen Functions setzen Plus voraus. Wie wir den Neubau solcher Logik planen, erklärt unsere Seite zur Entwicklung von Shopify Functions und Checkout-Erweiterungen.
„Ich möchte …“ – was dafür nötig ist
- Logo, Farben und Schriften anpassen → Checkout- und Kontoeditor, jeder Tarif.
- Eine Nachricht, Umfrage oder Empfehlung auf der Danke-Seite zeigen → App-Block, jeder Tarif.
- Liefernotiz, Bestellnummer oder AGB-Checkbox im Checkout abfragen → Plus (App-Block oder eigenes Feld in Checkout Blocks).
- Nachnahme für bestimmte Länder oder Bestellwerte ausblenden → App zur Zahlungsanpassung in jedem Tarif oder eigene Function in einer individuellen App mit Plus.
- Staffel- oder Mengenrabatte anbieten → Rabatt-App in jedem Tarif oder eigene Rabatt-Function mit Plus.
- Upsell nach der Zahlung → Post-Purchase-App (alle Tarife außer Starter).
- Nach der Umstellung kaputtes Conversion-Tracking reparieren → App-Pixel oder benutzerdefiniertes Pixel (Schritt-für-Schritt-Anleitung).
- Alte Shopify-Scripts-Logik ersetzen → Functions: über eine App-Store-App in jedem Tarif oder eine eigene Function mit Plus.
Wann sich eine individuelle Lösung lohnt
Beginnen Sie mit dem Checkout- und Kontoeditor und mit Apps aus dem App Store – sie decken die meisten Anforderungen ab, werden von ihren Entwicklern gepflegt und funktionieren oft in jedem Tarif. Eine individuelle Entwicklung lohnt sich, wenn:
- Sie Plus nutzen und Logik brauchen, die keine App bietet – etwa firmenspezifische Preisregeln, komplexe Berechtigungen oder Validierung mit Daten aus Ihrem ERP;
- mehrere Checkout-Apps wie eine einzige funktionieren sollen, ohne gestapelte App-Gebühren und widersprüchliche Oberflächen;
- die Anpassung von Ihren eigenen Systemen abhängt, etwa Kundenstufen, Vertragspreise oder Bestandsregeln außerhalb von Shopify.
Für diese Fälle ist eine individuelle App mit Checkout-UI-Erweiterungen und Functions der unterstützte Weg – alles, was Skripte in den Checkout einschleust, ist es nicht.
Häufige Fehler
- Eine App kaufen, die Plus voraussetzt, obwohl der Shop kein Plus hat. Prüfen Sie, ob die Blöcke einer App für die Schritte Information, Versand oder Zahlung (nur Plus) oder für die Danke- und Bestellstatusseite (alle Tarife) gedacht sind.
- Eine eigene Function für einen Shop ohne Plus planen. Individuelle Apps mit Functions laufen nur mit Plus – suchen Sie stattdessen eine öffentliche App.
- Annehmen, alte Checkout-Anpassungen seien übernommen worden. Alles, was auf
checkout.liquidoder Skripten beruhte, muss mit Erweiterungen, Functions oder Pixeln neu gebaut werden.
Sie brauchen Hilfe bei der Entscheidung?
Wir entwickeln Checkout-UI-Erweiterungen und Functions für Shopify-Plus-Shops und richten in allen anderen Tarifen die passenden Apps und Pixel ein. Beschreiben Sie uns, was Ihr Checkout können soll – wir sagen Ihnen vor dem Angebot, was Ihr Tarif unterstützt.
Melden sich Ihre Kunden noch mit E-Mail und Passwort an? Lesen Sie unseren Leitfaden zum Upgrade von den Legacy-Kundenkonten, die Shopify im Februar 2026 als veraltet eingestuft hat.
Quellen
- Shopify-Hilfe: Checkout anpassen (Verfügbarkeit nach Tarif)
- Shopify-Hilfe: App Checkout Blocks
- Shopify: Apps im Checkout
- Shopify: Checkout-UI-Erweiterungen
- Shopify: Angebote nach dem Kauf
- Shopify: Status und Abschaltdaten von checkout.liquid
- Shopify: Shopify Functions
- Shopify-Changelog: Bearbeitung von Shopify Scripts endet am 15. April, Ausführung am 30. Juni 2026
- Shopify: Von Shopify Scripts zu Shopify Functions migrieren


